Bucht auf Mallorca © Wolfgang Zintl - Fotolia.com
Mallorca ist als Party-Hochburg bekannt und nicht nur des Deutschen liebste Insel. Jedes Jahr zieht es Millionen Urlauber aus der ganzen Welt auf die größte Insel der Ballearen. Unzählige Strände und Promenaden, viele Hotels und Restaurants und fast immer mit Sonnenschein-Garantie. Kaum ein Tourist kommt auf die Insel, um einen Angelurlaub zu machen. Viele Urlauben versuchen es doch das ein oder andere Mal, bringen eine kleine Teleskop-Rute mit und hoffen auf einen guten Fang. Dass sie dabei sehr oft enttäuscht werden, liegt wie so oft beim Fischen daran, dass man sich nicht genügend auskennt. Obwohl es manchmal so scheint, als ob auch die einheimischen Angeler, die man hin und wieder zu Gesicht bekommt, sich auch nicht so gut auskennen würden. Anders ließen sich die dürftigen Fänge wohl nicht erklären.
Aber es geht auch anders: Mallorca hat nämlich eine sehr artenreiche Unterwasserwelt. Neben verschiedene Brassen und Barben, lassen sich auch Lippfische, Wolfsbarsche, sogar Rochen und Muränen erbeuten. Auch Glatthaie sind keine Seltenheit und bringen großes Staunen auf die Geischter und mächtig viel Aktion an der Rute. Aber dafür muss man nicht nur wissen wie und wo sondern vor allem auch wann man angeln gehen sollte.
Am sonnigen Tag ist kaum etwas an den Haken zu bekommen, erst wenn die Sonne untergeht sollte man sich auf die Jagd begeben. Viele Fische werden erst nach Sonnenuntergang aktiv, dann gehen sich auf Futtersuche und sehr wahrscheinlich auch auf die Köder. Dafür reicht im Suopermarkt erhältlicher Tintenfisch, der in Schreifen geschnitten an einen einzigen Haken befestigt wird. Als Rute eignen sich mindestens drei Meter lange Karpfen-Ruten und entsprechende Rolle sowie Schnur. Ein langes Vorfach und 80-100 Gramm Blei als Grundmontage für weites Auswerfen und schon ist man bestens vorbereitet.
Die richtige Platzwahl ist ebenfalls von Bedeutung: je tiefer es geht, desto höher die Fangquote. Ein Mix aus felsigem und sandigen Untergrund ist ideal und zieht jede Menge Fische an. Möglichst weit Auswerfen, eine gespannte Schnur, ein Bissanzeiger und dann heißt es nur noch Warten. Petri Heil!



